Die Geschichte

"Sacre liegt kein Libretto zugrunde. Die Musik löste Gefühle und Gedanken in mir aus, die ich in Bewegung umsetzen wollte. […]

Ihre Kraft [Strawinskys Musik, zu der Sacre entstanden ist; Anm. d. Red.], die urgewaltig sich gerade in Sacre ausdrückt, war für mich Grund genug, mit meiner Compagnie eine Choreographie zu wagen. Natürlich habe ich mich mit einigen Choreographien beschäftigt, doch die ersten Schritte bestanden darin, in einen Dialog mit der Musik zu treten. Meine Empfindungen und Gedanken mit meinen Tänzerinnen zu formen, zu gestalten, sie sichtbar werden zu lassen. Ihre Gefühle mit einzubeziehen war ein sehr tiefgreifendes Erlebnis für uns alle."

Suheyla Ferwer

"Am Anfang habe ich mich sehr auf die Technik konzentriert und wollte nur ja keine Patzer machen. Nach einiger Zeit habe ich mich auf das Opfertuch fixiert und dieses Rot als Tod gesehen. Das Rot bedeutete für mich innigste und schmerzhafteste Liebe und gerade das sollte mich umbringen?

Ich fühlte mich einerseits von diesem Rot angezogen, andererseits habe ich es gehaßt, weil es mich von den anderen abgrenzte, obwohl ich doch vorher ein Teil von Ihnen war. Während des Tanzens habe ich Resignation gespürt; ich war als Opfer gekennzeichnet und mußte das hinnehmen, bis ich das Schlußsolo getanzt habe."

Mona Kloos

Sacre - Schöpfung und Opfer

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